Veranstaltungsarchiv 2026

Veranstaltungen und Sonderzüge 2026

Deutsch-tschechisches Workcamp im Preßnitztal

5. September 2026

Am Samstag, dem 5. September, haben wir einen kurzen Sonderzug für den Verein "Preßnitz lebt" bereitgestellt. Dieser organisierte am ersten Septemberwochenende ein deutsch-tschechisches Workcamp im Preßnitztal. Die fünfzig Teilnehmer sollten im Rahmen des dreitägigen Programms die Region des mittleren Erzgebirges aktiv erkunden und sich gleichzeitig an gemeinsamen Arbeiten beteiligen – sie stellten beispielsweise Sitzbänke oder Wegweiser her.

Die Aufgabe des Triebwagens M131.1513 bestand darin, die Teilnehmer dieses Workcamps von Kovářská nach Výsluní zu befördern.

Historische Fahrradzüge ins Erzgebirge

Sommerferien 2026

Für diesjährige Sommerferien bereiteten wir schon den 14. Jahrgang beliebten Fahrradzügen vor. Der Fahrplan bietete insgesamt 10 Fahrten an – fünf im Juli und fünf im August.

Die Garnitur ist schon ganz gut bekannt – der Hurvínek M131.1513 zieht einen Güterwagen der Baureihe Ztrc, der für den Transport von Fahrrädern und ähnlicher Ausrüstung dient. Auch die Strecke blieb wie gewohnt: morgens von Klášterec nad Ohří über Chomutov und Křimov nach Vejprty und nachmittags wieder zurück. Die ersten drei Züge mussten wir jedoch aufgrund von Bauarbeiten verkürzen, sodass in der ersten Julihälfte nur zwischen Chomutov und Vejprty gefahren wurde.

In Křimov gab es die traditionelle einstündige Pause für eine Erfrischung, zum Würstebraten auf dem Lagerfeuer und für eine Besichtigung des Heizhauses.

Zusammen haben wir fast 500 Fahrgäste befördert. Es ist schön zu sehen, wie diese Zahl von Jahr zu Jahr steigt. Wir danken allen, die mit uns mitgefahren sind, und freuen uns auf den nächsten Sommer und die fünfzehnte Saison der historischen Fahrradzüge ins Erzgebirge.

Die Veranstaltung und die Gesellschaft LOKO-MOTIV wurden unterstützt von: Stadt Chomutov, Stadt Klášterec nad Ohří, Stadt Vejprty, Gemeinde Křimov, Ústecký kraj, MBM Rail, SD Kolejová doprava, Museum Na Kočičáku und rt steel.

Besuch aus Schwarzenberg

11. Juli 2026

Am Samstag, dem 11. Juli, besuchten uns die Kollegen aus Schwarzenberg. Der Verein sächsischer Eisenbahnfreunde (VSE) hatte für seine Mitglieder einen Sonderzug mit "Hektor" T435.0554 organisiert. Direkt vom Gelände ihres Eisenbahnmuseums aus fuhren sie bequem auf den Schienen bis zu unserem Museum in Křimov.

Dreiundfünfzig Deutsche besichtigten das Heizhaus, außerdem wurde für sie ein Mittagessen vorbereitet, und Interessierte brateten Würstchen am Lagerfeuer im Park neben dem Heizhaus. Nach einem mehrstündigen Aufenthalt in Křimov machten sie sich auf den Rückweg in ihre Heimat, doch den Gesichtern vieler Teilnehmer war deutlich anzusehen, dass es ein angenehm verbrachtes Samstag war.

Autoren der Fotos: Franz Hillig, Tobias Martin, Mirko Riedel, Milan Bachor, Vojtěch Pajer und Kryštof Koubek.

Schloss Poláky

7. Juli 2026

Zu unseren regelmäßigen "Kunden" gehört der Verband der von Zivilisationskrankheiten Betroffenen aus Jirkov. Die Mitglieder dieses Verbands aus Jirkov unternehmen jedes Jahr verschiedene Ausflüge mit uns, und das war auch in diesem Jahr nicht anders.

Dieses Mal war das Ziel das Schloss im Dorf Poláky unweit von Kadaň. Der Hurvínek fuhr von Jirkov über Žatec und Kaštice und brachte seine Fahrgäste über die Duppauer Bahn bis nach Poláky. In dem kleinen Dorf am Nechranice-Stausee machten sich die Teilnehmer der Exkursion dann auf den Weg zu einer Besichtigung des örtlichen Schlosses.

Tag der offenen Tore bei TRAK Rail in Meziměstí

13. Juni 2026

Mitte Juni veranstaltete die Firma TRAK Rail einen Tag der offenen Tür in ihren Werkstatt in Meziměstí. Unser Hurvínek war als eines der ausgestellten Fahrzeuge bei der Veranstaltung dabei.

Aber auch die Reise selbst war ein Erlebnis. Wir haben sie irgendwie als einen Vereinsausflug betrachtet – wir haben einfach unseren historischen Triebwagen genommen und sind damit quer durch die halbe Republik gefahren. Am Freitag sind wir hin und am Sonntag wieder zurückgefahren, und zwar jedes Mal auf einer anderen Strecke, damit es noch abwechslungsreicher wurde. Jede dieser Strecken war etwa 350 Kilometer lang, und dank ihnen haben wir viele schöne Orte auf den tschechischen Schienen sowie viele nette Eisenbahner kennengelernt.

Wenn wir an einigen Bahnhöfen warteten, unterhielten wir uns mit den Fahrdienstleitern. Für viele von ihnen waren wir eigentlich eine kleine Bereicherung ihrer Schicht. In Lomnice nad Popelkou wurden wir neben der Fahrdienstleiterin sogar von einem Eisenbahner begrüßt, der uns in seine Ausstellung über die Geschichte der hiesigen Bahn einlud.

Ein Problem trat erst in Teplice nad Metují auf – nur 9 Minuten vor dem Ziel unserer ganztägigen Fahrt. Wir hielten an, da wir die Richtung ändern mussten, doch danach sprang der Motor nicht mehr an. Glücklicherweise gelang es uns, den Triebwagen mit Handkraft anzuschieben, und so erreichten wir Meziměstí erfolgreich. Am nächsten Tag suchten wir nach der Ursache des Problems, doch es erwartete uns nichts Erfreuliches. Wir stellten fest, dass die zum Laderegler führende Verkabelung schuld war – die Kabel waren beschädigt, verbrannt und einige sogar verschmolzen. Wir hatten Glück, dass es sich nur um eine Störung beim Ladevorgang handelte... Große Hilfe leisteten uns jedoch Kollegen aus anderen Vereinen und vor allem eine Gruppe lokaler Elektriker. Diese verlegten während des Samstagnachmittags neue Kabel, schlossen alles an, maßen alles durch und prüften die Funktion. Dank dessen verlief die Heimfahrt am Sonntag völlig komplikationslos. Also, Jungs, vielen Dank!

Wiederaufnahme der Personenverkehr nach Bochov

Drei lange Jahrzehnte lang gab es auf der Strecke Protivec – Bochov keinen regelmäßigen Personenverkehr. Diese Zeit endete jedoch am Samstag, dem 6. Juni 2026, als der Verkehr dort feierlich wieder aufgenommen wurde.

An diesem Tag startete der Hurvínek seine Fahrt in Karlsbad, von wo aus er zuerst nach Chyše fuhr. So bot er den Fahrgästen die einmalige Gelegenheit, auf einer Holzbank die morgendliche Fahrt durch das Tal des Flüsschens Teplá und die wunderschöne Landschaft des Kaiserwaldes zu genießen. Danach fuhren wir zweimal nach Bochov und zurück. Das Tagesprogramm beendeten wir traditionell in Žlutice, von wo aus wir am nächsten Tag nach Hause zurückkehrten.

Neben Hurvínek war auch ein Zug mit zwei "Hydra" zu sehen – die Triebwagen der Baureihe 854. Diese wurden ausnahmsweise für neue regelmäßige Personenzüge eingesetzt. Das Interesse an beiden Zügen war groß, und wir können mit gutem Gewissen sagen, dass wir den ganzen Tag über voll besetzt waren.

Von nun an verkehren dort an jedem Wochenende drei Zugpaare mit dem Triebzug "Regionova". Damit ist Bochov nach ganzen 30 Jahren wieder auf die Eisenbahnkarte der Tschechischen Republik zurückgekehrt. Und da eine solche Rückkehr oder Wiedergeburt in den letzten Jahren viel seltener ist als der Abschied von etwas, das verschwindet, haben wir dieses Ereignis umso mehr genossen.